eine Seite zurück
Startseite Stellungnahme
zurück zur ZEGG Webseite

6. Zur Kritik »Verharmlosung von Kindesmissbrauch«

<< | >>

Dem ZEGG wurde in verschiedenen Zusammenhängen die Verharmlosung von Kindesmissbrauch vorgeworfen:

Die Kritik:

  • »Wie ZEGG selbst zur Sexualität von Erwachsenen mit Kindern steht, bleibt schwammig. Einerseits wird ›Keine Sexualität mit Kindern gefordert‹, andererseits redet Dieter Duhm von einer ›behutsamen Einführung der Kinder in die Sexualität.‹«
    »Zeggsismus«, Hg. »Die rosaroten Pantherinnen«, AG Sekten ASTA FU Berlin, 1995
  • »Das ZEGG bietet Dieter Duhm auf seiner Homepage ein Forum, den von Otto Mühl in der AA-Kommune begangenen Missbrauch zu leugnen.«
  • In Texten von Dieter Duhm und dem ZEGG zum Thema Kindsmissbrauch stellt sich das ZEGG auf die Seite der Täter.
    »Zeggsismus«, Hg. »Die rosaroten Pantherinnen«,
    AG Sekten ASTA FU Berlin, 1995


Zur Kritik:

  • »Wie ZEGG selbst zur Sexualität von Erwachsenen mit Kindern steht, bleibt schwammig. Einerseits wird ›Keine Sexualität mit Kindern gefordert‹, andererseits redet Dieter Duhm von einer ›behutsamen Einführung der Kinder in die Sexualität.‹«
1.

Das ZEGG distanziert sich eindeutig und unmissverständlich von jeder Form von sexuellem und psychischem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.
Es ergibt sich von selbst aus den ethischen Grundgedanken unseres Projekts, dass wir Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung schützen. Die Verantwortung liegt hier ausschließlich beim Erwachsenen.
Jede Handlung an einem Kind, die der sexuellen Befriedigung (oder Erregung) des Erwachsenen dient, ist sexueller Missbrauch des Kindes.
mehr dazu

2.

In der Geschichte des ZEGG hat es keine Fälle von Missbrauch an Kindern oder Jugendlichen in unserer Gemeinschaft gegeben. Wir tolerieren keinerlei pädophile Aktivitäten.

3.

Wir haben keinen Sex vor Kindern, verheimlichen ihnen aber auch nicht, dass wir unter uns den Sex lieben.

4.

Vor dem Hintergrund unseres Verständnisses von Liebe begleiten wir das Aufwachsen unserer Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung. Wir bauen z. B. Schutzräume auf, in denen Jugendliche frei und offen über ihre Liebesfragen, ihre Rollen- und Liebesbilder sprechen können, wir vermitteln Methoden für wahrheitsgemäße Kommunikation und Vertrauen und safer sex und wir klären sie alters- und zeitgemäß auf. Dazu gibt es regelmäßige Treffen der Eltern und Jugendlichen.
mehr dazu



Zur Kritik:

  • »Das ZEGG bietet Dieter Duhm auf seiner Homepage ein Forum, den von Otto Mühl in der AAO-Kommune begangenen Missbrauch zu leugnen.«

Das ZEGG distanziert sich eindeutig und unmissverständlich von jeder Form von sexuellem und psychischem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, also auch demjenigen, der auf dem Friedrichshof stattgefunden hat.

Die Stellungnahme zur AAO von Dieter Duhm aus dem Jahr 1997 (in »Eine Information und Richtigstellung zu den Projekten MEIGA und ZEGG«, www.dieter-duhm.de/html/0101.htm) auf die sich die Kritik bezieht, haben wir wegen der Missverständlichkeit der kritisierten Aussage inzwischen von unserer Homepage genommen.



Zur Kritik:

  • In Texten von Dieter Duhm und dem ZEGG zum Thema Kindsmissbrauch stellt sich das ZEGG auf die Seite der Täter.
    »Zeggsismus«, Hg. »Die rosaroten Pantherinnen«, AG Sekten ASTA FU Berlin, 1995
1.

Nachdem das ZEGG im Zusammenhang mit dem Kölner Kinderladenprozess mit dem Verdacht des Kindesmissbrauchs in Verbindung gebracht worden war, gab es im Herbst 1992 das ZEGG-extra-Heft »Sexualität und Kinder« heraus. Unangemessene Polemik aufgrund unserer emotionalen Betroffenheit konnte den Eindruck erwecken, das Aufdecken sexueller Übergriffe und sexueller Gewalt von Erwachsenen gegenüber Kindern solle pauschal mit Sexualfeindlichkeit gleichgesetzt werden. (In Frage gestellt werden sollten in erster Linie Befragungsmethoden von Kindern, die nicht nur aus unserer Sicht zum Teil fahrlässig überzogen waren und die die Kinder schweren Belastungen aussetzten.)

Noch im Herbst 1992 folgte dem ZEGG-Extra-Heft daher ein Offener Brief der ZEGG-Gemeinschaft, in dem wir unser Bedauern über die Polemik und unsere Wertschätzung für die Arbeit von Beratungsstellen wie »Zartbitter« und anderen Organisationen zum Ausdruck brachten. mehr dazu

2.

Der Vorwurf der Verharmlosung von Kindesmissbrauch bezieht sich insbesondere auf ein Zitat aus dem ZEGG Extra-Heft »Sexualität und Kinder« von Dieter Duhm

»… wette ich einen hohen Einsatz, dass viele Ereignisse von sogenanntem Kindesmissbrauch von Kindern ausgelöst worden sind.«

Weder das ZEGG noch Dieter Duhm oder Sabine Lichtenfels befürworten Sex mit oder vor Kindern oder nehmen Täter in Schutz. Aber wir sprechen die Frage an, was die tieferen, strukturellen Hintergründe für das weitverbreitete Auftreten dieser Verbrechen an Kindern in unserer Gesellschaft sind.
Allerdings kritisieren auch wir die missverständliche Formulierung von Dieter Duhm »Ereignisse von sogenanntem Kindesmissbrauch« - keine Handlung eines Kindes rechtfertigt sexuelle Handlungen eines Erwachsenen an diesem Kind, sie stellen in jedem Fall einen Missbrauch dar.
Es geht jedoch auch unseres Erachtens, neben der notwendigen Prävention, neben Aufdeckung, Schutz und juristischer Aufarbeitung auf einer tieferen Ebene um Verstehen und das daraus folgende engagierte Handeln für eine grundlegende Veränderung der dem Kindesmissbrauch zugrunde liegenden Strukturen.
mehr dazu

<< | >>


ZEGG Stellungnahme · © ZEGG 2007 · www.zegg.de

Impressum   ·   Datenschutzerklärung