eine Seite zurück
Startseite Stellungnahme
zurück zur ZEGG Webseite

12. Zur Kritik »Patchwork-Religiosität und reaktionärer Religionsersatz«

<< | >>

Zur Kritik:

  • »ZEGG konsumiert meist völlig kritiklos alle möglichen esoterischen und pseudowissenschaftlichen Richtungen und gestaltet daraus eine Patchworkreligiosität als reaktionären Religionsersatz.«
    »Zeggsismus«, Hg. »Die rosaroten Pantherinnen«,
    AG Sekten ASTA FU Berlin, 1995
1.

Auch wenn Spiritualität im ZEGG eine große Rolle spielt, sind wir nicht explizit eine spirituelle Gemeinschaft.
Es gibt keine gemeinsame spirituelle Ausrichtung. Wir verfolgen ganz verschiedene spirituelle Wege und befürworten dabei eine Spiritualität, die politisches Handeln unterstützt.

2.

BewohnerInnen des ZEGG haben teilweise eine jahrelange spirituelle Praxis mit ins ZEGG gebracht und verfolgen sie hier weiter.
Andere haben sich im Lauf ihrer persönlichen Entwicklung im ZEGG für einen bestimmten Weg entschieden und folgen ihm nun teilweise schon seit 15 Jahren
(z. B. Schamanismus, Buddhismus, (nicht kirchlich gebundenes) Christentum).
Das umfasst zeitweise Retreats bei den jeweiligen spirituellen Lehrern, aber auch gemeinsame Praxis- und Meditationsgruppen hier im ZEGG.

3.

Wir betrachten das Zusammentragen des vielfältigen spirituellen Wissens als großen Reichtum (den auch unsere Gäste zu schätzen wissen) und sehen es zugleich als Herausforderung an, diese Wege in unseren persönlichen Alltag zu integrieren.
Ob es sich um eine zeitgemäße Spiritualität oder um eine unverbindliche »Patchworkreligiosität« handelt, hängt von der Aufrichtigkeit des Einzelnen ab.
Da wir eine Kultur der vielfältigen sozialen Rückkoppelung geschaffen haben, fühlen wir uns gut geschützt gegen einen unkritischen »Esoterik-Konsum«.

4.

Aspekte der verschiedenen Wege, die die Einzelnen gehen, finden Eingang in die Rituale und Treffen der Gemeinschaft, ohne dass diese für alle verbindlich wären.
Wir erheben keinen Anspruch, daraus eine neue »Religion« zu kreieren.

5.

Spirituell zu leben bedeutet für uns, ein Leben zu führen in dem Wissen, Teil eines Schöpfungsganzen zu sein. Eine spirituelle Praxis ist keine beliebige Angelegenheit. Sie ist die Folge der Verantwortung gegenüber dem eigenen Glück, der eigenen Lebensaufgabe und gegenüber der Welt.

6.

Spiritualität in diesem Sinne hat nicht Rückzug von der Welt zur Folge, sondern den bewussten Einsatz der eigenen Qualitäten für das Wohl aller.
Wir befürworten eine Spiritualität, die politisches Handeln unterstützt.

Für uns ist es wichtig zu wissen, dass die Reise nach innen einhergehen muss mit einem Engagement in der Welt… Dazu brauchen wir ein Training der Gegenwärtigkeit, des Nicht-Anhaftens und die dauerhafte Erkenntnis der Verbundenheit.
Achim Ecker, Basta! Engagement für ein unbequemes Leben, ZEGG-Sommercamp 2005

mehr dazu

<< | >>


ZEGG Stellungnahme · © ZEGG 2007 · www.zegg.de

Impressum   ·   Datenschutzerklärung