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14. Zur Kritik der »Kommerzialisierung«

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Zur Kritik an der ZEGG-Ökonomie:

  • »Das ZEGG ist kein alternativer Lebensentwurf, sondern ein kommerziell orientiertes Geflecht von Psychomarkt-Anbietern.«
    »Die BewohnerInnen des ZEGG zahlen bei unentgeltlicher Mitarbeit hohe Beiträge und werden so ausgebeutet.« 
    (Frank Nordhausen/Liane von Billerbeck, Psycho-Sekten, Links Verlag 1997)
  • »Fehlende finanzielle Transparenz.« (www.agpf.de) 
  • »Missbrauch von working guests als billige Arbeitskräfte.« www.relinfo.ch 
  • »Der Verbraucherschutz im ZEGG ist mangelhaft, insbesondere im Hinblick auf seinen Haftungsausschluss.« 
  • »Das ZEGG wurde unter Ausnutzung staatlicher Förderprogramme finanziert.« 

Ausführliche Informationen zur ZEGG-Ökonomie



Kritik:

  • »Das ZEGG ist kein alternativer Lebensentwurf, sondern ein kommerziell orientiertes Geflecht von Psychomarkt-Anbietern.«

    »Die BewohnerInnen des ZEGG zahlen bei unentgeltlicher Mitarbeit hohe Beiträge und werden so ausgebeutet.«
    (Frank Nordhausen/Liane von Billerbeck, Psycho-Sekten, Links Verlag 1997)

Wir veranstalten unsere Seminare und Tagungen, um unsere Gedanken zu einem neuen Kulturmodell und unsere langjährige Gemeinschaftserfahrung öffentlich zu machen.

Es ist Teil unseres Konzepts und ein wichtiger Grund für viele, uns zu besuchen und an den Veranstaltungen teilzunehmen, dass wir tatsächlich versuchen, auf umfassende Weise möglichst viele Aspekte eines alternativen Lebens zu integrieren: Politik und Spiritualität, Gemeinschaft und Liebe und Sexualität, Ökologie und Kunst usw. Dass wir dabei politische Inhalte vertreten, belegt die Dokumentation unserer politischen Arbeit. Eine andere Politik

Da wir keine staatliche Förderung erhalten, aber einen experimentellen Platz aufbauen, der nicht im herkömmlichen Sinn kommerzialisiert werden soll, sind wir auf Einnahmen aus unserem Tagungsbetrieb angewiesen und bitten darüber hinaus um die finanzielle Unterstützung aller, die am Bestehen des ZEGG interessiert sind.
Das Maß der finanziellen Unterstützung von außen betrachten wir auch als Feedback zu unserer Integrität und dem Kurs, den wir als Gemeinschaft nehmen.

1991 wurde die ZEGG GmbH nach über zehnjähriger Vorbereitung gegründet und das Grundstück in Belzig von der Treuhand für rund 1 Mio. Euro gekauft.
Seitdem wurden zusätzlich ca. 2 Mio. Euro in Aufbau und Einrichtung des Platzes investiert. Die Investitionen wurden mit Darlehen finanziert.

Die Finanzierung des ZEGG stützt sich im Wesentlichen auf die Einnahmen aus dem Tagungsbetrieb und die Miete der Gemeinschaftsmitglieder und der ansässigen Firmen. Die Firmen wie die Mitglieder der Gemeinschaft sind für ihre finanziellen Belange selbst verantwortlich.
Fast alle BewohnerInnen des ZEGG halten eine Unterbeteiligung an der ZEGG GmbH. An diese als Eigentümerin des Grundstücks und der Gebäude zahlen wir als Mieter eine Miete, die am unteren Rand der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Daneben gibt es mit der gemeinsamen Arbeit als unterbeteiligte GesellschafterInnen der ZEGG GmbH einen großen Bereich gemeinsamer Ökonomie.
Einige Mitglieder der Gemeinschaft sind bei der GmbH angestellt, andere freiberuflich oder mit eigenen Firmen im ZEGG und außerhalb tätig.
Wer angestellt ist und wie viel verdient, ist für alle transparent.

Die ZEGG GmbH, die das Grundstück besitzt und Tagungen und Seminare durchführt, besteht aus 112 Unterbeteiligten mit einem Anteil von je rd. 2.300 Euro, das sind BewohnerInnen, ehemalige BewohnerInnen und Freunde des Projekts.

Dass wir die Rechtsform »GmbH« gewählt haben, war angesichts fehlender angemessener Rechtsformen für Gemeinschaften ein Kompromiss (die Alternative »Genossenschaft« wurde 1991 aus verschiedenen Gründen verworfen, wäre aber wohl heute die sinnvollere Wahl).
Wir haben aber damit nicht eine »hierarchische Kapital-Gesellschaft« geschaffen, sondern uns eine juristische Form gegeben. Alle die Gemeinschaft betreffenden Fragen werden basisdemokratisch und im Konsens entschieden.

 
  • Kritik: »Fehlende finanzielle Transparenz.«

Die hier veröffentlichten Fakten und Zahlen werden als jeweils aktualisiertes Infoblatt seit jeher bei unseren Fundraisings unseren Gästen zur Verfügung gestellt. Im Übrigen erstellen wir jährlich Handels- und Steuerbilanzen, die beim zuständigen Handelsregister (siehe Impressum) eingesehen werden können.

 
  • Kritik: »Missbrauch von working guests als billige Arbeitskräfte.«

Menschen, die jenseits großer Tagungen unseren Alltag kennenlernen wollen, weil sie perspektivisch über einen Einstieg nachdenken oder eigene Gemeinschaftsprojekte gründen wollen, laden wir ein, wochenweise als »Sommergäste« oder während der Monate April bis September als »Saison-Mitarbeiter« an unserem Gemeinschaftsalltag teilzunehmen. Dazu gehört die Mitarbeit in unseren Arbeitsbereichen.
Da wir die Aufenthalte durch Gruppenarbeit (Forumsarbeit, Seminare zum Thema Leben in Gemeinschaft, künstlerische Aktionen, Meditationen, Feste usw.) begleiten und auch menschlich/persönlich einiges investieren, um immer wieder neue Gäste in unseren Alltag zu integrieren, sind diese Aufenthalte trotz der geleisteten Mitarbeit nicht kostenlos.

 
  • Kritik: »Der Verbraucherschutz im ZEGG ist mangelhaft, insbesondere im Hinblick auf seinen Haftungsausschluss.«

Wir arbeiten angesichts des komplizierten Haftungsrechts und mehreren Hundert Gästen pro Jahr mit einem »branchenüblichen« Haftungsausschluss.
Wir wurden in der 15jährigen Geschichte des ZEGG kein einziges Mal mit Haftungsansprüchen konfrontiert.

 
  • Kritik: »Das ZEGG wurde unter Ausnutzung staatlicher Förderprogramme finanziert.«

Im Zusammenhang mit der ZEGG-Ökonomie wurde gelegentlich fälschlicherweise behauptet, das ZEGG habe »rund 650.000 DM aus der staatlichen Aufbauhilfe Ost« erhalten.
Die einzigen Zuschüsse, die das ZEGG bekommen hat, waren für die Umstellung der Heizungsanlage von Braunkohle auf Holzhackschnitzel (60.000 DM, 1992), sowie Investitionszulagen für bewegliche Wirtschaftsgüter (27.580 DM von 1991 bis 1997).
Außerdem wurden Darlehen gewährt für die Heizungsumrüstung und den Bau einer Pflanzenkläranlage (ERP - Abwasser/Luft 709.000 DM für 7% Zinssatz) und für den Bau des Campus (ERP/ KfW- Mittel 107.000 DM für 6% Zinssatz).
Darüber hinaus hat das ZEGG keine staatliche Unterstützung erhalten und erhält sie auch heute nicht.

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