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ZEGG kontrovers

Kurze Zusammenfassung

Wer sich im Internet über das ZEGG informieren möchte, stößt auf umfangreiche Kritik am ZEGG. Hier eine kurze Zusammenfassung unserer Stellungnahme, Stand Juni 2007.

Zur ausführlichen Stellungnahme

1. Zum Sektenvorwurf

Die Verwendung des Begriffes »Sekte« ist unsachgemäß und diffamierend.
Keines der Merkmale des umgangssprachlichen Sektenbegriffs trifft auf unsere Gemeinschaft zu. Wir wünschen uns eine inhaltliche Auseinandersetzung anstelle dieser Ausgrenzung.
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2. Die Projekte ZEGG und Tamera sind eigenständige Projekte mit unterschiedlichen Entwicklungen

Das ZEGG hat eine gegenüber Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels eigenständige und von ihrem 1995 gegründeten Projekt Tamera deutlich unterscheidbare Entwicklung genommen. Die beiden Projekte ZEGG und Tamera arbeiten unabhängig voneinander.
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3. Wie stehen wir heute zu den Veröffentlichungen von Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels?

Texte von Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels sind für manche, aber durchaus nicht alle ZEGG-BewohnerInnen eine ihrer geistigen Grundlagen. Wir nutzen sie kritisch zu unserer Inspiration. Die Texte sind visionäre Texte. Ihnen liegt ein Ausstieg aus dem patriarchalen kapitalistischen Denken zugrunde, und sie fordern den Aufbau konkreter anderer gesellschaftlicher Bedingungen.
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4. Zur Kritik: »Das ZEGG ist eine Nachfolgeorganisation der AAO«

Das ZEGG ist kein »Ableger« und auch keine »Nachfolgeorganisation« der AAO.
Kontakte zwischen dem ZEGG und Otto Mühl gab und gibt es nicht.
Dieter Duhm, auf dessen Idee die Gründung des ZEGG zurückgeht, war von den Konzepten der früheren AAO-Kommune Otto Mühls anfänglich begeistert, hat sich aber schon 1979 endgültig von Otto Mühl und der AAO distanziert und getrennt.
Es ist unlauter, seine Wertschätzung für einige Grundideen Otto Mühls zu zitieren, aber seine eindeutig begründete Distanzierung von der AAO-Konzeption und Lebenspraxis zu ignorieren.
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5. Zur »Sexismus« - Kritik

"Bewusstsein in der Liebe" ist für uns eine umfassende Kulturarbeit an der Heilung unserer Lebensquellen Liebe und Sexualität. Dabei ist unser Fokus der Aufbau von sozialen Strukturen, in denen Frauen und Männer sich verständigen und eine Kultur der Partnerschaft aufbauen - jenseits von Matriarchat oder Patriarchat.
Im ZEGG gibt es keine Pflicht zu »möglichst viel Sex« oder eine »Pflicht zur Sexualität mit mehreren Personen«. Unsere Utopie von »freier Liebe« ist weder durch die Art der Sexualität noch durch die Zahl der PartnerInnen definiert.
In der ZEGG-Gemeinschaft nehmen sowohl Männer als auch Frauen die unterschiedlichsten Aufgaben und Rollen jenseits gesellschaftlich üblicher Rollenbilder wahr.
Homo- oder Bisexualität betrachten wir als eine der vielfältigen Ausdrucksformen von Sexualität.
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6. Zur Kritik »Verharmlosung von Kindesmissbrauch«

Das ZEGG distanziert sich eindeutig und unmissverständlich von jeder Form von sexuellem und psychischem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.
In der Geschichte des ZEGG hat es keine Fälle von Missbrauch an Kindern oder Jugendlichen in unserer Gemeinschaft gegeben. Wir tolerieren keinerlei pädophile Aktivitäten.
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7. Zur Kritik: »Verharmlosung von Vergewaltigung«

Voraussetzung für eine Heilung in der Liebe und für die Verwirklichung einer angstfreien Sexualität ist die Überwindung physischer und struktureller sexueller Gewalt. Wir wollen eine bewusste Alternative schaffen zu der Gewalt erzeugenden Doppelmoral unserer Gesellschaft. Daher sind wir selbstverständlich gegen jede Form sexueller Gewalt und deren Verharmlosung.
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8. Zur Kritik »Entpolitisierung und hierarchisches Weltbild im ZEGG«

Neben dem Widerstand gegen die konzerngesteuerte neoliberale Globalisierung sehen wir die Notwendigkeit, Gemeinschaften als Modelle für eine sozial und ökologisch nachhaltige Welt aufzubauen. Es geht uns um Alternativen zur konsumorientierten Lebensweise und um Strategien zur Verständigung und Versöhnung.
Wir setzen auf Regionalentwicklung und die Verwirklichung von Zielen wie Subsistenz und regionale Autarkie in wichtigen Lebensbereichen sowie auf die Vernetzung von Gemeinschaftsprojekten mit der globalisierungskritischen Bewegung.
Eine Umdeutung dessen, was uns am Herzen liegt, in ein elitäres, hierarchisches oder antisemitisches Weltbild ist mit uns nicht zu machen.
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9. Zur Kritik »Hierarchie und autoritäre Strukturen im ZEGG«

Das ZEGG organisiert sich als basisdemokratische Gemeinschaft. Höchstes Beschlussorgan ist das Plenum, das im Konsens entscheidet. Wir arbeiten daran, Strukturen wie Konkurrenz, Hierarchie und Kollektivismus usw. bewusst zu machen und abzubauen, um Basisdemokratie zu verwirklichen.
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10. Zur Kritik der »Manipulation« in unserer Arbeit mit Gästen

Es ist selbstverständlich, dass die Teilnahme an allen Angeboten und Gruppentreffen auf unseren Tagungen und Seminaren freiwillig ist. Respekt vor den Grenzen anderer gilt in besonderem Maß für die Gestaltung unserer Gruppen- und Forumsarbeit. Wahrnehmung und wahrheitsgemäße Kommunikation sind dafür Voraussetzung.
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11. Zur Kritik »Ideologische Kindererziehung«

Unsere Kinder haben bei ihren Eltern ihren festen Halt, die »Nestwärme«, die sie brauchen, und die Gemeinschaft als verbindlichen und stabilen Lebensraum. Bewusst gewählte Elternschaft und die Annahme der Verantwortung für die eigenen Kinder sind für uns ein hoher Wert.
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12. Zur Kritik »Patchwork-Religiosität und reaktionärer Religionsersatz«

Auch wenn Spiritualität im ZEGG eine große Rolle spielt, sind wir nicht explizit eine spirituelle Gemeinschaft. Wir verfolgen ganz verschiedene spirituelle Wege und befürworten eine Spiritualität, die politisches Handeln unterstützt.
Da wir eine Kultur der vielfältigen sozialen Rückkoppelung geschaffen haben, fühlen wir uns gut geschützt gegen einen unkritischen »Esoterik-Konsum«.
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13. Zur Kritik »Pseudowissenschaftlichkeit«

Wir verstehen uns als Forschungszentrum, wobei wir den Begriff Forschung nicht wissenschaftlich verstehen. Wir sehen unsere Gemeinschaft als Experimentierfeld, in dem wir gemeinsam am Aufbau eines sozial und ökologisch nachhaltigen Zusammenlebens forschen.
Die Ergebnisse unserer Arbeit publizieren wir u. a. in unserem jährlichen ZEGG-Reader und auf dieser Homepage.
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14. Zur Kritik der »Kommerzialisierung«

Wir bauen einen experimentellen Platz auf, der nicht im herkömmlichen Sinn kommerzialisiert werden soll. Die Finanzierung des ZEGG stützt sich im Wesentlichen auf die Einnahmen aus dem Tagungsbetrieb und die Mieten der Gemeinschaftsmitglieder und der ansässigen Firmen.
Mit der Rechtsform »GmbH« haben wir keine »hierarchische Kapital-Gesellschaft« geschaffen, sondern uns eine juristische Form gegeben. Alle die Gemeinschaft betreffenden Fragen werden basisdemokratisch und im Konsens entschieden.
Das ZEGG erhielt in den Jahren 1991-1997 insgesamt 87.850 DM Investitionszulagen. Außerdem nahmen wir ERP-Darlehen i. H. von 816.000 DM mit 6 bzw. 7,5% Zins in Anspruch. Darüber hinaus hat das ZEGG keine staatliche Unterstützung erhalten und erhält sie auch heute nicht.
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15. Zur Kritik »Ideologischer Umgang mit Krankheit und Heilung«

Das Verständnis von Heilung und Krankheit und die Nutzung alternativer neben konventionellen Heilungsmöglichkeiten liegt in unserer Gemeinschaft in der Verantwortung jedes Einzelnen und wird auch unterschiedlich gehandhabt.
Insbesondere ist die Beschäftigung mit alternativen Heilungsmethoden nicht Gegenstand unserer Arbeit mit Gästen bei unseren Seminaren und Tagungen.
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16. Zur Kritik an der Ökologischen Arbeit und Ökobilanz des ZEGG

In den letzten 15 Jahren war eine unserer Prioritäten die ökologisch sinnvolle Gestaltung des Platzes und unserer Lebensweise - die Ergebnisse sind dokumentiert in unserer »Ökobroschüre« von Achim Ecker.
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Ökobroschüre



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